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23.07.2017 – Auf dem Dach Schwedens

150km nördlich des Polarkreises und nördlich des 67.Breitengrades , auf dem der 2114 Meter hohe Kebnekaise liegt, gibt es in ganz Eurasien keinen höheren Gipfel. Bei Sonne kann man von dort aus rund zehn Prozent der Fläche Schwedens überblicken.
Gestartet sind wir zu unserer Bergtour in Nikkaluokta, knapp 70 km nordwestlich von Kiruna. Nach gut 20 km recht flacher Wanderung fanden wir einen kuscheligen Biwakplatz  am eiskalten Gletscherfluss Laddjujohka, in dem nicht nur Australian Shepard Scotty (10) und die schwarze Siberierin Inari (2) begeistert badeten – sondern auch wir nach Rückkehr von unserer Tour morgens um 3!

Zwar hatte sich kurz vor unserem Aufstieg auf den ersten Gipfel, dem 1704 m hohen Vierranvarri, eine dicke Wolke über uns gelegt. Der Vorteil aber: Dadurch drehten die meisten Bergwanderer hier bereits um, es wurde ruhiger um uns. Und wir haben nicht so geschwitzt beim 300 Höhenmeter steinigen Abstieg ins Kaffedalen und dem folgenden laaaaangen Anstieg über mehr als 700 Höhenmeter am Gletscher vorbei auf die Bergspitze.
Unmittelbar an der obersten Schutzhütte auf unserem Weg über die dicke Schneedecke lüftete die Wolke ihr Geheimnis und gab schemenhaft die faszinierende steile vergletscherte Gipfelpyramide und den gefährlichen Grat zum etwas niedrigeren Nordgipfel frei.
Wir kletterten die letzten rund 100 Meter über den Schnee steil nach oben – und dann kullerte zumindest bei Kerstin eine Träne: Immerhin ihr erster hoher Gipfel, der von den klimatischen Bedingungen her einem 4000er in den Alpen gleichzusetzen ist. Scotty und Ini dagegen waren kaum zu halten – und das nach immerhin über 10 Stunden Tour, auf die rund 6 Stunden Rückweg zum Zelt und ein ordentlicher Muskelkater folgten.
Unser Fazit: Das Erlebnis ist jeden Schweißtropfen wert!

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